Alles Gute zum 75. Geburtstag wünschen wir
unserem Tubisten Franz Faltin!
Diesem Anlass gebührt natürlich ein Ständchen von seinen MusikerkollegInnen. Als Überraschung gab Georg Zwettler einen kurzen Einblick in das Musikerleben von Franz mit einem von ihm verfassten Gedicht:
Zum Franz seinem 75er
1951, des woar a guats Joahr,
da bist auf d´Wölt kumma, mit pechschwoarze Hoar,
Foabfernsehn hots auf amoi gebn
do hat ma d´Marilyn Monroe mit blonde Hoar jetzt gsegn,
des hot di interessiert net vül,
in´d Höbarth Kapölln woill´dst, des woar dein Zül.
Noch ana Klarinettn haums da a Es-Horn auffidruckt,
und mit dem Gerät bist daunn a glei zum Spün ausgruckt.
Des Humtata-Spün, 3 Töne pro Marsch,
des is da boid gaunga ziemlich am Arsch,
„I bin a drum Maunnsbüld, i wü wos groß hebn“,
do haums da daunn die Tuba gebn.
Des woar deins, des hot passt zu dein Gmiat,
do hast uandlich im tiafn Regista umgriahrt.
A Boss Blosa, in d´letzte Reih haums di gsitzt,
gfreit host di wia a Maikäfa waunns blitzt,
und jeder in Gearms hot di auf amoi kennt,
weis´d mit da drum Tuba in da letztn Reih bist grennt.
Öda bist woarn, jetzt woar daunn die Zeit,
host dei Rosi gfrogt und die hot sie recht gfreit,
zum Oitoar host d´as gfiahrt, die Rosi, dei Braut,
und host eich am Kogl, a Haus auffibaut.
Und oans host da Rosi bei da Trauung vasprochn,
und host as a bis heit net brochn,
„Du bist mit mia vaheirat, oba net nua,
weil du heirats die gaunze Musi dazua“.
Musi spüln und Lostwogn foahrn,
recht vü Zeit woarst net dahoam,
trotzdem anscheinend gnua im Schlofzimma vabrocht,
wei schlussendlich host a nu drei Kinda gmocht.
Dei Mädal hot imma schwa einschlofn kinna,
die Rosi hat vasuacht, ihr a Liadl zu singa,
oba d´Renate hot trotzdem net Einschlofa woilln,
do host da docht, i muass mei Tuba hoin.
D´Rosi hot gschrian, „des kaunnst do net mochn“
du host gspült und d´Renate hot glückselig gschlofn.
Olle drei Kinda haum bei da Musi g´spült,
di Buam haum boid gmearkt, dass a wos aunders gibt,
oba d´Renate is da Musi treu bliebn,
und sogoar bis zua Obmannstövatreterin aufgstiegn.
Drei Enkal san jetzt a scho dabei,
fia an Opa kaunns net schena sei,
mit da Famülie gemeinsam musiziern,
und mitanaund die Melodien gspiarn.
Beim earstn Konzert haum mas ziemlich übertriebn,
und a dei Mädal is bis in d´Friah mit uns bliebn,
die Rosi hot telefoniert in gaunz Gearms umadum,
du host gsagt, „wos soi schon passiern mit de Zwettla Buam“.
Noch an aundern Konzert, woar ma bei eich am Kogl drobn,
und haum daun in da Friah beim Krammer Kegel gschobn.
Beim Tuamblosn bist schon zig Joahr dabei,
des Auffikreiln woa imma a Zahrarei,
jetzt trogt d´Tuba da Stefan, wei dia is sie scho z´schwer,
dafia kraxelst du mitn Schnops hintaher.
Beim Autokaffn woarst a Spezialist,
do woar da wuarscht, wos fiar a Markn is,
da Koffaraum, der muaß groß gnua sein,
damit do passt die B-Tuba rein.
Drum host die Tuba imma mitgfiahrt,
und ins neiche Auto einiprobiert.
Du host vü von uns Junge zu die Spülerein mitgnumma,
und wia san a olle imma wieda guat ham kumma,
ob mitn B-Kadett oder dem rotn Peugot,
mia san gearn mit dia gfoahrn, do woarn ma richtig froh.
Bei die Ausflüg woarst a imma gern dabei,
im Zoo in Hellbrunn, des woa a Viecharei,
die Viecha haum gspiart, dass da Franz ostecha tuat,
so is da glei a Wildsau in´d Haxn einipuarrt,
di weißn Stutzn woan dreckig und olle haum glocht,
und di Sau hot sie schnöll ausn Staub wieda gmocht.
Bei die laungan Probn am End von da Wochn,
bist a maunchmoil ruhig umigschlofn,
do haum ma daunn leise Stickln musiziert,
und gschaut, dass´d net so schnöll munta wiarst.
Laung woarst da Chef am Boss Regista,
denn Nerv zogn haum da oft die Kernstock Gschwista,
daunn is da Klexi a dazua kumma,
und so hobts es zwoa des Regista übernumma.
Zwoa Jungs spüln jetzt a nu richtig gscheit,
und zu viart mocht´s am Boss jetzt nu mehr Freid.
Du bist von Haus aus a gmiatlicha Maun,
und host a Hobby, wos net jeda kaun,
tuast schlochtn, wuarschtn und Lebakas mochn,
des san wiaklich vü guate Sochn,
drum grfei ma uns bei unsre Festln,
dass imma wos guats gibt’s von dia zum Essn.
Mit da Fleischgobi bist zua Feierwehr gfoahrn,
host die Jungan gsogt, es miasst damit stimma des Löschwogn-Hoan,
da Batschi hot gaunz laung gwearkt umadum,
bis a sie docht hot, da Fraunz vakafft mi fia dumm.
Spüln und Essn is da net gnua,
drum brauchst a nu a Hobby dazua,
tischlan, hobin, schneidn präzise Eckn,
und hinta ana Waund die Schlagzeuga vasteckn.
Die Zeit vageht, die Joahre die renna,
und vo die ödan Musikantn miass ma maunchmoil Abschied nehma.
Jetzt bist du unsa Musi-Papa in da Trocht,
und wir schaun auf auf die, wos du fia d´Musi host gmocht.
Und waunn ma noch da Prob beinander san,
du bist sicha net da erste, der gangat ham.
Mit deine neichn Schuach do kaunnst guat renna,
nua danns no net den Weg hoam kenna.
A Ochtal, a Schmäh, mit jedn kaunnst redn,
und tuast uns sovü Erfoahrung weitagebn.
Des wos du fian Musikverein host gmocht,
des hot da vü Respekt einbrocht.
Drum wünsch ma dia vom Herzn heit,
dass des a in Zukunft weita so bleibt,
mitanaunda Musi spüln,
gemeinsaum bei ana Feier grülln,
a Ochtl tringa, Bledsinn redn,
und gemeinsam vüle Stundn no erlebn.
Herzlichen Glückwunsch, lieber Franz!





